Steinkohle - Ein effizienter Brennstoff

02.11.2018 20:59

Steinkohle ist ein effizienter Brennstoff zum Heizen und neben Heizöl und Erdgas auch heute noch einer der wichtigsten Energieträger. Sie hat aufgrund Ihrer Entstehungsgeschichte eine extrem hohe Dichte und besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff. Je nach Güte kann der Brennwert von Steinkohle zwischen 29-33 MJ/kg, bei einem Heizwert von 25-32MJ/kg liegen. Damit ist sie um ein Vielfaches effizienter als Holz oder Braunkohle und ist sehr einfach zu lagern.

Entstehung und Vorkommen

Steinkohle ist ein schwarzes Sedimentgestein und entstand hauptsächlich aus den großen Baum- und Pflanzenbeständen, die vor Millionen von Jahren die Landschaften der Erde prägten. Diese Bäume und Pflanzen starben immer wieder ab und die gewaltige Biomasse versank in den urzeitlichen Sümpfen. Tausende Jahre lang lagerten sich Sand, Geröll und Gestein über diesen Pflanzenschichten ab und erzeugten hohen Druck auf die Pflanzenreste. Im Laufe vieler Millionen Jahre versanken die Schichten der Pflanzenreste in immer tiefere Erdschichten, was den Druck immer höher werden ließ. Unter starkem Druck, wurde das Wasser aus den Pflanzenresten ausgepresst. Unter diesen Gegebenheiten begann der Prozess der Inkohlung und der Kohlenstoffgehalt stieg stetig an. Steinkohle besteht zu 75 bis 95 Prozent aus Kohlenstoff, was ihren extrem guten Heizwert erklärt. Aber sie beinhaltet auch andere, chemische Verbindungen wie Metalle, Wasser, Stickstoff und Schwefel. Anthrazitkohle hat mit über 90 Prozent den höchsten Gehalt an Kohlenstoff und gilt als besonders hochwertig. Damit brennt Steinkohle nicht nur sehr lange und sehr heiß, sie hinterlässt nach der Verbrennung auch kaum Asche.

Große Kohlevorkommen gibt so gut wie überall auf der Erde, besonders rund um den Äquator, aber auch in Mittel und Osteuropa. Besonders hohe Vorkommen und eine hohe Förderquote haben dabei Tschechien, Russland, die Ukraine und Polen. Gerade in diesen Ländern wird Steinkohle als Energieträger sehr geschätzt. Und auch hier zu Lande setzen viele Haushalte, aufgrund schwankender Energiepreise von Erdöl und Erdgas, auf das Heizen mit preis stabiler Steinkohle.

Von Flammkohle bis Anthrazit

Auch bei der Steinkohle gibt es Unterschiede. So gibt es verschiedene Kohlearten in die klassifiziert werden kann. Umso früher in der Erdgeschichte die Steinkohle entstanden ist, desto weniger flüchtige Stoffe sind in ihr eingeschlossen. Unterschieden wird je nach Anteil der flüchtigen Stoffe in folgende

Steinkohlesorten

  • Flammkohle (ca. 40 Prozent)
  • Gasflammkohle (35 bis 40 Prozent)
  • Gaskohle (28 -35 Prozent)
  • Fettkohle (19 bis 28 Prozent)
  • Magerkohle (10 bis 14 Prozent)
  • Anthrazitkohle (10 Prozent und weniger)